Sunday, August 27, 2006

Heinz-Christian Strache

Heinz-Christian Strache (12. Juni 1969 in Wien) ist ein österreichischer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Er ist seit März 2004 Landesparteiobmann der Wiener FPÖ und seit April 2005 Bundesparteiobmann der FPÖ. Strache ist geschieden und hat zwei Kinder.

Heinz-Christian Strache FPÖ



Strache vertritt eine rechtspopulistische Linie, welche eine Zugehörigkeit Österreichs zur deutschen Kulturnation mit betontem "Österreichpatriotismus" verbindet. Seine Kernthemen sind Anti-Ausländerpolitik und die öffentliche Sicherheit, die seiner Meinung nach durch Asylmissbrauch und schwarzafrikanische Zwangsprostitution beeinträchtigt wird. Im April 2005 sorgte er, noch als Wiener Parteiobmann, mit einer Plakatkampagne für Aufsehen: Nachdem in früheren FPÖ-Wahlkämpfen Jörg Haiders schon der Slogan "Wien darf nicht Chicago werden!“ (in Anspielung auf die damals hohe Kriminalitätsrate in Chicago) für große Aufregung und Ablehnung gesorgt hatte, ließ er, auf eine Ausstellung im MAK (das Museum wurde an der Frontseite mit türkischen Fahnen behängt) bezugnehmend, den Wahlslogan ???Wien darf nicht Istanbul werden!“ (als Anspielung auf das Integrationsproblem bzw. gegen weitere Zuwanderer) plakatieren. Beide Kampagnen wurden von mehreren Nichtregierungsorganisationen sowie von politischen Gegnern als fremdenfeindlich eingestuft.

Auch im Wahlkampf für die Landtagswahlen 2005 in Wien setzte die FPÖ auf das Thema Ausländer. Ab September 2005 schaltete die FPÖ eine Kampagne (Anzeigen und Plakate) mit dem Claim "Deutsch statt 'nix verstehen'“, "Herr im eigenen Haus bleiben“ oder "Pummerin statt Muezzin". Aber auch gegen Homosexuelle wendete sich die Kampagne: "Für die Ärmsten der Armen und nicht die Wärmsten der Warmen". Als Hauptverantwortlicher für die als fremdenfeindlich und homophob kritisierte Kampagne gilt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, hinter Strache die Nr. 2 in der Partei. Parallel dazu wurden in Tageszeitungen Inserate mit dem Titel ???Soldaten raus aus Afghanistan!“ geschaltet, in denen sich die FPÖ auch klar gegen den Ankauf der Eurofighter ausspricht.

Strache ist Mitglied der schlagenden, deutschnationalen pennalen Burschenschaft Vandalia. Im Herbst 2004 forderte Strache einen Salzburger Arzt wegen einer Beleidigung zu einer Mensur auf, mit stumpfen Klingen; diese fand am 28. November 2004 statt. In den österreichischen Medien wurde intensiv und kritisch über dieses Ereignis berichtet.
Er ueberlebte ein Duell unverletzt. Als Mann von Ehre - nicht umletzt schwingt er am Tag der Kriegsniederlage in rechtsextremen "Heldenehrungen" gern Reden - musste er einen Arzt aus Salzburg zu einem Saebelduell fordern, als der ihn mit Kritik bedacht hatte. Sehr gefaehrlich kann das nicht sein, denn Strache - selbst ohne Matura und deshalb akademischen Burschenschaften nicht gebildet genug - durfte lediglich einen sog. "Biermops" fechten. Dabei ist der Saebel stumpf und Kopf und Hals sind geschuetzt.

Ernst nahm Strache die sportliche Herausforderung trotzdem. Waehrend in Oesterreich eine Diskussion ueber Fechtsport und Co begann, bereitete sich Strache in den USA, genauer im Disneyland, auf den Wettkampf vor. Zurueck aus den Staaten meint Strache: "Ich bin der Zorro der innenpolitischen Landschaft". Und in Richtung Duell zwinkernd: "Sport statt Drogen". Auf neutralen Boden in Oberoesterreich erledigte Strache schliesslich den Kampf und blieb unverletzt. Es habe uebrigens "keine Verlierer gegeben, nur zwei Gewinner". Das ist schoen. Weil, wer verliert schon gern? Aber wer hat jetzt rechts?



Während des ORF-Sommerinterviews 2005 im Rahmen der Sendung "Sommergespräche“ wurde bekannt, dass auf der Internetseite Straches ein Text aus seinem Lieblingsbuch von Ernst Jünger: ???Der Waldgang“, stand. Dieser Textauszug hatte bereits Jahre zuvor auch auf der Webpräsenz des bundesdeutschen Journalisten Jürgen Hatzenbichler, ein ehemals bekennender Nationalist, gestanden. Der ORF-Moderator Armin Wolf eröffnete zunächst seinem Gast: ???Jetzt fand ich auf Ihrer Homepage eine ganz tolle Zusammenfassung von diesem Buch, sehr elegant geschrieben und habe Sie bewundert, dass Sie so gut schreiben können.“ Darauf Strache: ???Ich schreibe gern und ich habe auch in einer Tageszeitung einmal die Ehre gehabt Gastkommentare schreiben zu dürfen und das ist ein Hobby von mir, ja.“ Erst dann konfrontierte der Moderator Strache mit seinen Recherchen. Daraufhin stellte Strache klar, dass die Texte seiner Homepage nicht von ihm persönlich, sondern von Mitarbeitern geschrieben würden. Im übrigen habe der konkrete Text keinen rechtsextremen Inhalt.


Heinz-Christian Strache Diskussionen

Heinz-Christian_Strache
Diskussionen

"schwarzafrikanische Zwangsprostitution"

Ich würde den Begriff "schwarzafrikanische Zwangsprostitution" gerne ersetzen. Er ist populistisch, fremdenfeindlich und entspricht dem genauen wording der fpö. wenn er stehen bleibt, dann als zitat (anführungszeichen, kursiv?).

Bitte, warum ist "schwarzafrikanische Zwangsprostitution" (die in Wien es unbestritten gibt) "populistisch" oder "fremdenfeindlich"?! Und v.a.: durch welche andere Bezeichnung sollte denn das Phänomem sonst beschrieben werden? Man könnte natürlich - politisch völlig unkorrekt, weiß ich, danke! - "illegale Negerhuren" sagen, aber ich denke nicht, daß das die bessere Bezeichnung wäre. Ist die Realitätsverweigung durch p.c.-Scheuklappen schon so weit gediehen, daß man nicht mehr nur in zensurierten Termini sprechen darf, sondern bereits die Realität völlig ausblenden muß, um nicht irgendwo ins rechte Eck gestellt zu werden?
Fakt ist: 1.) es gibt Zwangsprostitution in Wien (darüber sind hier erst unlängst zwei hochrangige Polizeioffiziere gestolpert, wie wir alle wissen). 2.) Es gibt illegal sich als Prostituierte betätigende Schwarzafrikanerinnen, und zwar nach Polizeiangaben nicht bloß in Einzelfällen, sondern z.B. in bestimmten Teilen des 2. Gemeindebezirks recht dominierend. 3.) Es besteht der begründete Verdacht, daß diese Schwarzafrikanerinnen das nicht ganz freiwillig tun (meinen wenigstens die Polizei und div. Sozialstellen der Gemeinde Wien, denen man eine besondere FPÖ-Nähe wohl schwerlich wird nachsagen können). Sohin gibt es das Problem "schwarzafrikanische Zwangsprostitution", das m.E. nicht dadurch besser wird, daß man es in Anführungszeichen setzt. That's it. --Christianus 12:26, 11. Aug 2006 (CEST)

Klingt ja alles wie eine schöne Milchmädchenrechnung. Nur: Ist diese schwarzafrikanische Zwangsprostitution die einzige Zwangsprostitution, die ein Problem darstellt? Welche Zwangsprostitution stellt für dich kein Problem dar? Anscheinend ist für Hr. Strache die osteuropäische Zwangsprostitution kein Problem. Insofern ein politisches und xenophobes Schlagwort, dass entsprechend gekennzeichnet werden sollte. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 09:35, 14. Aug 2006 (CEST)

Hier liegt m.E. ein Mißverständnis vor. Es geht hier nicht darum, ob es osteuropäische Zwangsprostitution gibt, sondern darum, daß der Vorposter den Begriff "schwarzafrikanische Zwangsprostitution" als populistisch, fremdenfeindlich etc. ersetzen möchte. Dagegen habe ich mich ausgesprochen - und zwar prinzipiell (s.u.) und dann auch deshalb, weil ich nicht wüßte, wodurch man den Begriff denn ersetzen sollte. Ob Straches - zutreffendes oder eben nicht zutreffendes - Betonen schwarzafrikanischer Zwangsprostitution nun populistisch etc. ist, steht hier nicht zur Debatte. Hier geht es darum, ob ein Begriff nur deshalb, weil er (in völlig hochsprachlicher Ausdrucksweise, wohlgemerkt!) ein Phänomen beschreibt, dessen Artikulierung von bestimmten Kreisen als populistisch, fremdenfeindlich etc. angesehen wird, bereits unzulässig wird. Lassen Sie mich das an einem Beispiel erläutern:
Hätte Strache z.B. geagt: "Die vielen Negerhuren sind eine Schande für unser Wien und gehören in den Busch zurückgejagt!", so ist völlig klar, daß diese Ausdrucksweise in einem Lexikon nicht (bzw. nur als illustrierendes Zitat) möglich ist. Deshalb jedoch eine völlig neutrale (man könnte geradezu sagen: "wissenschaftliche" - auch ein Soziologe würde es nicht anders benennen!) Bezeichnung des Phänomens bereits zu tabuisieren, nur weil man der Ansicht ist, die sich in der Problemstellung artikulierende dahinterstehenden Weltanschauung sei fremdenfeindlich etc., halte ich für völlig verfehlt. Das führt nur dazu, daß über alles, was nach Ansicht maßgeblicher Kreise nicht sein darf, nicht mehr (nämlich nicht nur nicht in hetzerischer Ausdrucksweise, sondern überhaupt nicht!) gesprochen werden darf — m.a.W.: ein Sprach- und Denkverbot wird statuiert, denn worüber man nicht mehr reden darf, darüber kann auch keine Meinungsbildung stattfinden. Es wird Sie nicht überraschen, daß ich solche Inquisitionsmethoden in einem Medium wie Wikipedia schärftens ablehne. --Christianus 11:05, 16. Aug 2006 (CEST)


Scheidung

Wieso ist alles über die Scheidung gelöscht worden?

LG

Weils die Details noch nicht durch sind und somit die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist. Mehr Bürokratie durch Parteisoldaten, wie man an dieser Diskussionsseite sieht... --Braveheart 13:35, 23. Mär 2006 (CET)
Habe den kurzen Satz über Straches Scheidung gelöscht. Glaube in der heutigen Zeit ist es nicht unüblich, dass Ehepaare sich trennen, auch bei Politikern nicht. Deswegen finde ich die Ergänzung auf eine laufende Scheidung entbehrlich, v.a. weil es bei Affären steht, was es wohl sicher nicht ist. Wenn er dann geschieden ist, wäre eine entsprechende information beim familienstand oda so zu vermerken. --Caijiao 15:19, 30. Mär 2006 (CEST)

Affären

Ad: Duell mit Salzburger Arzt: Ich hätte die Information, dass es sich nicht um "irgendeinen" Salzburg Arzt handelt, sondern um den Salzburger LAbg. Schnell von der FPÖ, hinzugefügt, leider wurde das wieder gelöscht, ich finde das in diesem Zusammenhang schon interessant. Oder nicht?

Hast du dafür Belege? Laut meinen Informationen wurde der Salzburger Arzt nie namentlich genannt, zumal dieser "Skandal" in den Medien nur am Rande vorkam. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 13:06, 8. Mai 2006 (CEST)
War mir da echt sicher, aber offensichtlich hab ich mir das eingebildet ... nirgends ein Hinweis darauf. Sorry, werd nächstes Mal vorher (besser) nachprüfen ....

Über diese "Mensur" fand ich u.a. folgenden Text ob authentisch, wage ich nicht zu entscheiden):

16.11.2004
Zwei erwachsene Männer treffen einander Ende November in Salzburg zum Duell mit dem Säbel. Ein Blick in die Welt der Burschenschafter.
Salzburg-stadt (SN-alf, chr). Säbelrasseln im Salzburgerland: Ende November treffen einander der Wiener FPÖ-Chef Karl-Christian Strache und der Salzburger Arzt Roman S. (35), beide Burschenschafter, zu einer "Kontrahage". Das heißt, die beiden gehen mit einen Meter langen, stumpfen Säbeln und nackten Oberkörpern aufeinander los.
Strache forderte den Mediziner zum Säbelduell, weil ihm dieser bei einer Veranstaltung des Freiheitlichen Akademikerverbandes öffentlich widersprochen hatte. Strache gehört zur Wiener Burschenschaft "Vandalia". Der Arzt, ein Orthopäde am Krankenhaus Oberndorf, ist Mitglied der Salzburger "Rugia". Deren "Bude" in der Vogelweiderstraße ist Schauplatz des Duells. "Eigentlich sind die beiden Mittdreißiger schon zu alt für einen solchen Kampf. Für zwei alte Herren ist das unangemessen", meint Günter Fürst, Sprecher der Salzburger Burschenschaft Germania. "In diesem Alter sollten die beiden ihre Konflikte anders lösen können."
"Strache und sein Gegner kämpfen auf dem Niveau einer Mittelschul-Burschenschaft", erläutert ein Mitglied der Germania. "Dabei sind die Klingen nicht gewetzt und es wird nur auf den Oberkörper gezielt." Bei Studenten-Mensuren dagegen werden die Hiebe mit einem scharfen Säbel gegen das Gesichts des Gegners geführt.
Etwa 30 Minuten lang schlagen die Duellanten aufeinander ein, es dürfen 60 mal 4 Hiebe geführt werden. Ausweichen oder Abwehren gilt als ehrlos.
Auf ihre Schmisse - die Narben im Gesicht - sind die Burschen besonders stolz. "Pauk-Ärzte" nähen Wunden an Ort und Stelle. "Manchmal springen auch Medizinstudenten ein", so ein Aktiver. Ein "Klingenwischer" sorgt für sterile Säbel. Sinn der Übung ist vor allem, seine Männlichkeit zu beweisen.
Wolfgang Caspart vom Freiheitlichen Akademikerverband findet daran nichts Außergewöhnliches: "Das ist doch genauso, wie jemanden zum Tennismatch herauszufordern. Die beiden sollen ihren Spaß haben."
Weitere Salzburger Burschenschaften sind die Landsmannschaft Salzburg, das Corps Frankonia, die Sängerschaft Hohensalzburg und die Burschenschaften Gothia und Germania.
Viele, vor allem FPÖ-nahe Salzburger, sind Burschenschafter, etwa Ex-LR Robert Thaller.

Aus eigener Wahrnehmung kann ich mich an ein ORF-Interview mit Strache am Tag nach der "Mensur" erinnern, in welchem dieser sehr aufgeräumt und ohne sichtbare Läsionen versicherte, das ganze habe sportlichen Charakter gehabt und ihm gehe es bestens. Da mittlerweile doch fast zwei Jahre ins Land egangen sind, wäre ich dafür den Absatz etwas zu kürzen - denn so relevant ist die Sache nun auch wieder nicht. --Christianus 14:34, 3. Aug 2006 (CEST)


TV-Interview, Armin Wolf (2005) über die "Heimatseite" v. HC Strache

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-Christian_Strache